Schloss
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1837 ging Schloss Reinharz mit seinen Länderein in bürgerlichen Besitz über, in dem es bis zur Enteignung der Familie Hertwig im Zuge der Bodenreform 1945 verbleibt. Unter der Familie Hertwig vollzieht sich noch vor der Mitte des 19. Jahrhunderts der endgültige Wandel des Parks vom barocken Lustgarten zum Landschaftspark. Der in weiten Teilen noch ungeklärten Baugeschichte des Schlosses lässt sich die Frage nach der ursprünglichen Gestalt des Parks zur Seite stellen. Im Rahmen der "Gartenträume" des Landes Sachsen-Anhalt war es möglich, auf der Grundlage einer Diplomarbeit eine denkmalpflegerische Rahmenkonzeption zu erarbeiten.
Der sich heute als Landschaftspark der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts präsentierende Park zeigt darüber hinaus noch eindrucksvolle Spuren seines barocken Ursprungs. In einem im Stil der Prospektmalerei gehaltenen Gemälde aus der Mitte des 18. Jahrhunderts findet sich dabei vieles von dem verloren Geglaubten wieder. Schloss und Park führen in eindrucksvoller Weise die baulichen und großen landschaftlichen Veränderungen vor Augen, die mit der Anlage der barocken Seenlandschaft landschaftsprägende Gestalt gewonnen haben.